eTruck Range

Herstellerneutral · DACH 2026

Der E-LKW-Machbarkeits-Index

Welche Fernverkehrsstrecke schafft ein E-LKW heute wirklich — ohne Nachladen, mit einem Ladehalt, oder (noch) gar nicht? Dieser Index rechnet die wichtigsten DACH-Korridore physikalisch für vier Fahrzeugklassen durch, sommers wie winters, und gleicht nötige Ladehalte gegen das real verfügbare öffentliche Lkw-Ladepark-Netz ab (Präsenz im Korridor, ohne Positions- und Belegungsprüfung).

14
geprüfte Korridore
4
Fahrzeugklassen
100 %
elektrisch darstellbar
3
Saison-Szenarien
Szenario
KorridorkmSattelzug 40 tRegional-ZugVerteiler 26 tVerteiler 12–18 t
HamburgMünchen7752 Halte2 Halte3 Halte3 Halte
BremenDortmund235ohne Nachladenohne Nachladenohne Nachladenohne Nachladen
BremenMünchen7502 Halte2 Halte2 Halte2 Halte
HamburgBerlin290ohne Nachladenohne Nachladenknappknapp
FrankfurtHamburg4901 Halt1 Halt1 Halt1 Halt
BerlinKöln5751 Halt1 Halt2 Halte2 Halte
StuttgartBerlin6301 Halt2 Halte2 Halte2 Halte
DuisburgMünchen6001 Halt2 Halte2 Halte2 Halte
HannoverNürnberg4701 Halt1 Halt1 Halt1 Halt
LeipzigFrankfurt3901 Halt1 Halt1 Halt1 Halt
RotterdamDuisburg230ohne Nachladenohne Nachladenohne Nachladenohne Nachladen
MünchenVerona4351 Halt1 Halt1 Halt1 Halt
WienMünchen4351 Halt1 Halt1 Halt1 Halt
ZürichFrankfurt4101 Halt1 Halt1 Halt1 Halt
ohne Nachladenknapp1 Ladehaltmehrere Haltekritisch

Klassen repräsentativ (Bandbreiten-Mittel marktverfügbarer Modelle 2026, herstellerneutral). Annahmen offen: Depot voll (100 %), Ankunftsreserve 10 %, öffentliches Laden 10→80 %; erste Etappe 100→10 %, weitere je 80→10 %. Winter −10 °C = +27 % Verbrauch, Alpenprofil zusätzlich +8 %. Ladehalte gegen unser kuratiertes Milence-/Aral-pulse-Netz (≤ 40 km Korridor, ohne Positions-/Belegungsprüfung). Grobe Indikation für die Kaufentscheidung — die tourgenaue Prüfung mit Höhenprofil und realer Ladepunktlage macht die volle Simulation.

Alle Korridore im Detail

HamburgMünchen

775 km

Die klassische Nord-Süd-Fernverkehrsachse (A7). Der Härtetest für batterieelektrischen Fernverkehr.

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BremenDortmund

235 km

Bremen ins Ruhrgebiet — planbare Relation, ideales Einstiegsszenario für Speditionen.

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BremenMünchen

750 km

Lange Nord-Süd-Relation ab Bremen — nur mit öffentlichem Nachladen elektrisch darstellbar.

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HamburgBerlin

290 km

Dichte, ebene Relation (A24) — für Sattelzüge meist ohne Nachladen machbar.

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FrankfurtHamburg

490 km

Rhein-Main in den Norden (A5/A7) — Grenzbereich für einen Ladehalt.

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BerlinKöln

575 km

Ost-West-Achse (A2) mit dichtem Ladepark-Ausbau entlang der Strecke.

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StuttgartBerlin

630 km

Süd-West nach Nord-Ost — lange Relation, ein bis zwei Ladehalte nötig.

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DuisburgMünchen

600 km

Vom größten Binnenhafen Europas in den Süden — typische Langstrecke.

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HannoverNürnberg

470 km

Zentrale A7-Relation, gut mit einem Ladehalt darstellbar.

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LeipzigFrankfurt

390 km

Mitteldeutschland ins Rhein-Main-Gebiet — im Grenzbereich der Ein-Ladung-Reichweite.

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RotterdamDuisburg

230 km

Der wichtigste Import-Korridor Europas — kurze, hochfrequente Hafen-Hinterland-Relation.

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MünchenVerona

435 km

Über den Brenner nach Italien — Alpenprofil, der anspruchsvollste Grenzkorridor.

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WienMünchen

435 km

Donau-Achse (A1/A8) — grenzüberschreitend AT–DE, mit einem Ladehalt machbar.

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ZürichFrankfurt

410 km

Schweiz ins Rhein-Main-Gebiet (A5) — LSVA macht E-Lkw hier besonders attraktiv.

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Häufige Fragen

Ist Fernverkehr mit E-LKW 2026 machbar?

Regionale Relationen bis rund 350 km sind für heutige Elektro-Sattelzüge (z. B. Mercedes eActros 600, Volvo FH Aero Electric) ganzjährig ohne Nachladen machbar. Längere Fernverkehrskorridore wie Hamburg–München sind mit ein bis zwei öffentlichen Ladehalten an Milence- oder Aral-pulse-Hubs elektrisch darstellbar — im Winter mit rund 27 % Mehrverbrauch.

Wie viele Ladehalte braucht ein E-LKW auf der Strecke Hamburg–München?

Ein Elektro-Sattelzug mit rund 500 kWh nutzbarer Batterie benötigt auf den 775 km Hamburg–München im Ganzjahresmittel etwa zwei öffentliche Ladehalte. Bei realistischem 10→80-%-Schnellladen dauert ein Halt je nach Ladeleistung rund 60 bis 100 Minuten. Entlang der A7 stehen dafür bereits mehrere Hochleistungs-Ladeparks bereit.

Wie rechnet der Machbarkeits-Index?

Je Korridor und Fahrzeugklasse wird der Energiebedarf aus Straßendistanz, klassenspezifischem Praxisverbrauch und Saisonfaktor (Sommer, Ganzjahr, Winter −10 °C) berechnet und gegen die nutzbare Batterieenergie abzüglich 10 % Ankunftsreserve gestellt. Reicht das nicht, prüft das Modell, ob genügend öffentliche Lkw-Ladeparks im 40-km-Korridor liegen. Es ist eine belastbare Indikation für die Kaufentscheidung, keine operative Routenplanung.

Gilt das auch für Österreich und die Schweiz?

Ja. Der Index enthält grenzüberschreitende Korridore wie Wien–München, Zürich–Frankfurt und den Brenner-Korridor München–Verona. Gerade in der Schweiz macht die LSVA-Befreiung E-Lkw wirtschaftlich besonders attraktiv.

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Zwei Adressen genügen — mit Höhenprofil, Zuladung und Winter-Worst-Case.

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